Wir bauen ein neues Schulhaus
Einstieg zu den Interviews
In der Einführung finden sich Informationen und Einstiegsgedanken zu den nach „weiterlesen“ angefügten Interviews mit diversen Ansprechgruppen.

Im Interview adaptiert verwendete Fragen (am Beispiel der Lehrpersonen)
Vorbemerkungen: Für die Lehrpersonen, die ich befragen will, stellt sich diese Frage konkret, da aus den drei Gemeinden Wilchingen, Hallau und Neunkirch 2025 ein gemeinsames Schulhaus entstehen (GOSU: Gemeinsame OberStufe Unterklettgau). Die Lehrpersonen werden dieses Schulhaus einweihen dürfen, falls alles klappt. Die Reihenfolge war völlig offen und ich hörte primär zu, wie sich die Gespräche entwickelten. Oft reichte der Input.
- Wenn ihr an das künftige GOSU-Schulhaus denkt: Was müsste von euch aus das Schulhaus unbedingt haben (völlig offen)?
- Fokus auf Digitalisierung, falls nicht unter 1: Was muss eurer Meinung nach das Schulhaus im digitalen Bereich haben?
- Welche Art von Lehren und Lernen soll das Schulhaus ermöglichen
- Ergänzt bitte die folgenden Begriffe (und Bilder) mit euren Gedanken:
- Werkstätten und Labor
- Virtual Reality
- Mein Arbeitsplatz (Wie? Was dabei? Wo?)
- Sport und Musik
- Umgebung des Schulhauses
- Verpflegung
- Freizeit
- Aus welchem Material soll ein Schulhaus sein?
Was kommt euch beim Betrachten dieser Bilder in den Sinn?
Book Creator zu den in den Interviews verwendeten Bildern
https://read.bookcreator.com/h3gfKXep3TXhG4ltosljikNrqDE3/mhbkApoJRdqDj1Gr-w4P4w
Interview 1: Christian Bach, Schulleiter Hallau
Christian Bach führte als Schulleiter der Gesamtschule Hallau und als Partner des Kantons das Projekt Tablet-School. Zudem lieferte er uns seine Projektgrundlagen aus der ersten Durchführung des CAS DLE zum Aufbau eines Makerspaces an der Schule Hallau. Er steht ein für grosse Bewegungsmöglichkeit für Schülerinnen und Schüler, aber auch für ruhige Arbeitsplätze für die Schulbeteiligten.

Interview 2: Kaspar Scherrer, Schulleiter Neunkirch

Kaspar Scherrer berichtet aus seinen beruflichen Erfahrungen in Afrika, wo wenig Lernraum für Schule zur Verfügung stand, von seiner Überzeugung aus seiner Zeit als Lehrperson im Bereich von Waldorfschulen und seiner Überzeugung, Schule müsse real und nicht virtuell bleiben.
Bericht 1: Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse und der 3. Sek / 3. Real
Die Schülerinnen und Schüler bringen wichtige Erkenntnisse zu einem attraktiven Schulhaus ein.


Bericht 2: Eltern, die gleichzeitig in der Schulbehörde (Schulrat) mitarbeiten

Für die Eltern ist wichtig, dass Tagesstrukturen bereitstehen, dass die Schülerinnen und Schüler genügend Bewegungsraum, aber auch stille Arbeitsplätze zur Verfügung haben.
Bericht 3: Lehrerinnen der 5. Klasse
Die Lehrerinnen der 5. Klasse betrachten anfangs primär die Einrichtung der Schulzimmer, aber auch die Gestaltung der Farben.

Bericht 4: Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe I

Bald schon denken diese Beteiligten an grosse, flexible Räume für Projekte und andere Unterrichtsanlagen.
Fazit aus den Interviews im Zusammenhang mit GOSU
Meine Hypothese, dass ein partizipativer, anfänglich möglichst offener Prozess einerseits die Betroffenen interessiert sowie ein erster Schritt zur Identifikation sein könnte und andererseits inhaltlich viele interessante, neue Aspekte einbringt, hat sich bestätigt.
Immer wieder überschneiden sich Bedürfnisse, Wünsche und Ideen an ein neues Schulhaus unabhängig von den einzelnen Gruppen. Dies sorgt letztlich für einen gemeinsamen Boden und eine tragfähige Gemeinschaft für wirklich innovative Projekte: Bauprojekte gemeinsam mit pädagogischen Entwicklungen im Unterrichts-, Schul- und Organisationsbereich. Das eine bedingt, unterstützt oder befeuert das andere.
Eine weitere wichtige Erkenntnis ist die Tatsache, dass das Interesse «etwas Gutes» zu bauen, zu gestalten von allen Seiten hoch ist. Gelingt es, die vorhandenen oder leicht zu weckenden Energien zu bündeln, was transparente und professionell begleitete Prozesse voraussetzt, lässt sich meiner Meinung nach Nachhaltiges, Grosses vollbringen. Die Zeit der aneinander geschachtelten, zwar hochwertig ausgestatteten Norm-Schulzimmerboxen sollte wirklich vorbei sein. Die gesellschaftlichen Veränderungen und Ansprüche an die Schule der Zukunft sind mehr als eine Klassenlernzeit mit Gruppenraum von 08.20 Uhr bis 11.50 Uhr und 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr.
